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23:07

Lisa Fitz „rappt“ sich eine grausame Salbe fürs waidwunde Wutzentrum zusammen

Möglicherweise ist es ja nur das:

Andererseits ist Lisa Fitz schon eine ganze Weile ziemlich schräg drauf.

Im Dezember gratulierte sie dem Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen zu einem Preis. Davor beehrte sie den russischen Propaganda-Kanal RT mit einem Interview und schalt dabei ihre Kabarett-Kollegen als “systemimmanente Hofnarren”:

Was sie betreibt, ist ein formulierter Wahrheitsanspruch aus einer Deckung heraus, der dank verkürzter Inhalte nichts weniger als die eigenen Ziele befördern soll”,

kommentierte damals die Frankfurter Rundschau – was in etwa den eingangs zitierten Welt-Online-Leserkommentar unterstreicht.

Und nun also “Ich sehe was, was Du nicht siehst”.

Das Video ist exklusiv im Youtube-Kanal Schrang TV des Verschwörungstheoretikers Heiko Schrang veröffentlicht worden und handelt von der Neuen Weltordnung, den Rothschilds, den Freimaurern und anderen “elitären Clubs der bösen Herrn”, in denen “gierige Männer, Mördergreise” das Sagen hätten.

Im vergangenen Jahr gab Fitz Schrang TV zwei Interviews, in denen es darum ging, dass “die ganze Geschichte eine einzige Kette von Verschwörungen” sei.

Ihren aktuellen Song “Ich sehe was, was Du nicht siehst” betrachtet die Amadeu Antonio Stiftung als …

… wirklich schlimmes antisemitisches verschwörungstheoretisches Lied. Fünf Minuten voller Begriffe, Trends und Dauerbrenner der Verschwörungsideologien. Ein trauriges Beispiel, wie verbreitet solches Denken im Mainstream ist.”

Schrang instrumentalisiert derweil die Kritik von Abendzeitung und Focus-Online zur Eigenwerbung und Märtyrerisierung (“Jetzt schießt der Mainstream zurück”, “Lisa Fitz brisanter Song zensurgefährdet?”).

Bei aller Fragwürdigkeit des Inhalts (im Grunde “eine schöne Salbe fürs waidwunde Wutzentrum”) muss man aber trotzdem darauf hinweisen, dass auch die “Musik” einfach nur grausam ist.

Zum Weiterlesen:

  • YouTube-Song von Lisa Fitz „Der ganze Liedtext ist voll von Codes“, Welt-Online am 31. Januar 2018
  • Lisa Fitz: Wirrer Song voller Verschwörungstheorien, abendzeitung am 30. Januar 2018
  • Rothschild, Soros und der Teufel, Jüdische Allgemeine am 31. Januar 2018
  • Lisa Fitz und das Propaganda-Problem, Frankfurter Rundschau am 11. November 2016
  • Matthias Matussek enthüllt selbst erfundenen Skandal der Flüchtlingspolitik, übermedien am 30. Januar 2018
  • Yes, we Chem! Über Freimaurer, die Rothschilds und das Heil in der Verschwörung, Stern-Online am 9. Juni 2017
  • Videos: Daniele Gansers Phraseologie im Faktencheck, GWUP-Blog am 29. Januar 2018
  • Wisnewskis „Enthüllungen“ und Macrons Satanistenpartys: Was tun gegen den Nonsens? GWUP-Blog am 28. Januar 2018
  • Die Hass-Produktionsstraße: Innenansichten aus einer rechten Trollfabrik, fearless democracy am 30. Januar 2018

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Schweinderl